Starker Auftritt gegen Tabellenerster VBC Kanti Baden

von Lisa Honegger
Als klare Underdogs gingen wir in den Match gegen den Tabellenführer VBC Kanti Baden. Doch schon früh zeigte sich, dass wir uns an diesem Abend keineswegs verstecken wollten.
Satz 1 – Traumstart
Von Beginn an traten wir selbstbewusst auf und setzten unsere Gegnerinnen mit starkem Service und druckvollen Angriffen massiv unter Druck. Unsere Eigenfehlerquote war tief, die Kommunikation auf dem Feld stimmte, und wir spielten mutig und entschlossen. Immer wieder fanden wir die Lücken im gegnerischen Block, während unsere Defense zuverlässig arbeitete. Der erste Satz entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch mit einem – zur grossen Überraschung unserer Gegnerinnen – wohlverdienten Sieg für uns mit 28:26 Punkten.
Satz 2 – Führung, Time-outs und ein bitteres Ende
Auch im zweiten Satz blieb es hart umkämpft. Wir lagen immer wieder in Führung und konnten bei einem Spielstand von 22:18 für uns sogar das erste Time-out der Gegnerinnen erzwingen. Doch danach liess unser Druck etwas nach und die Gegnerinnen nutzten diese Phase konsequent aus und holten rasch auf, so dass wir uns erstmals bei einem Spielstand von 20:18 (für uns) und erneut bei einem Spielstand von 23:23 gezwungen sahen unsere zwei Time-outs zu nehmen. Leider jedoch ohne den gewünschten Effekt und wir mussten den Satz ganz knapp mit 23:25 abgeben.
Satz 3 – Kampfgeist und starke Defense
Der dritte Satz war geprägt von langen, intensiven Ballwechseln. Beide Teams schenkten sich nichts. Besonders unsere Defense war extrem stark aufgestellt und verteidigte zahlreiche harte Angriffe spektakulär. Zwar lagen die Gegnerinnen immer wieder mit bis zu drei Punkten vorne, doch wir kämpften uns jedes Mal zurück und glichen gegen Satzende verdient zum 21:21 aus. Eine anschliessende starke Serviceserie der Gegnerinnen kostete uns aber anschliessend leider den Satz, welchen mir mit 21:25 verloren.
Satz 4 – Alles oder nichts
Mit dem klaren Ziel, dem Tabellenführer mindestens noch einen Punkt abzunehmen, starteten wir in den vierten Satz. Erneut dominierten lange, kräftezehrende Ballwechsel. Wir arbeiteten sowohl in der Defense als auch im Angriff konsequent und zeigten erneut ein starkes Spiel mit guter Kommunikation. Doch trotz grossem Einsatz gelang es uns nicht, die entscheidende Führung zu übernehmen. Am Ende mussten wir auch diesen Satz mit 22:25 abgeben.
Fazit – Ein kleiner Sieg in einer grossen Partie
Auch wenn das Endresultat eine 1:3-Niederlage zeigt, war es wohl unser bisher stärkster Auftritt in einem Meisterschaftsspiel dieser Saison. Stolz dürfen wir auf hart umkämpfte Ballwechsel, auf lange Sätze (zwischen 28 bis 34 Minuten) sowie ein wohlverdienter Satzgewinn gegen die Leaderinnen unserer Gruppe zurückblicken. Dieser Abend fühlt sich daher wie ein kleiner Sieg an. Wir haben gezeigt, welches Potenzial in uns steckt! Und genau diese Energie nehmen wir mit in die letzten drei Meisterschaftsspiele der Saison und werden dort nochmal alles geben.
