Plot Twist auf der Trainerbank: Sieg trotz Doppelrolle

von Tanja Lüscher

Am Sonntag, 22.02.2026, sind wir auswärts bei Volley Reusstal aufgelaufen – und schon vor dem ersten Ball war klar: Diese Halle liebt Drama. An dem Tag hatten dort bereits zwei Spiele stattgefunden, beide als 5-Sätzer. Wir sind also reingestolpert mit dem Auftrag: entweder machen wir heute Überstunden, oder wir brechen endlich den Fluch.

Der Start war dann auch eher Kategorie „Hallo, wir wären jetzt auch da“: Den ersten Satz haben wir mit 15:25 abgegeben. Aber statt in Panik zu verfallen, haben wir im zweiten Satz den Schalter gefunden – es wurde knapp, nervig, laut, und am Ende haben wir uns das Ding mit 27:25 geschnappt. Danach waren wir drin im Match: Satz drei blieb eng, aber wir haben die wichtigen Punkte geholt (25:23) und im vierten dann sauber zugemacht (25:18). Ergebnis: 3:1-Sieg – und vor allem: kein fünfter Satz. Fluch gebrochen, Halle enttäuscht, wir zufrieden.

Und als ob das alles nicht schon genug Story wäre, kam ja noch der absolute Plot Twist dazu: Unsere Trainerin (Angi) ist die Passeuse bei Volley Reusstal. Heisst: Die Person, die sonst unsere Taktik prägt, stand diesmal als Passeuse bei Reusstal auf dem Feld – und hat ihre Pässe clever verteilt. Das hat dem Ganzen eine zusätzliche Würze gegeben, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass hier nicht nur zwei Teams gegeneinander spielen, sondern auch ein kleines Schachmatch zwischen Insiderwissen, Instinkt und „Okay, jetzt erst recht“. Am Ende ist es aber genau so ausgegangen, wie wir es wollten: Wir haben nach dem Fehlstart Charakter gezeigt, die knappen Sätze gezogen, den Schluss seriös erledigt – und sind als Team mit einem fetten Grinsen aus der Halle, weil wir nicht nur gewonnen haben, sondern auch noch den Fluch gebrochen.