Erlösendes Aufatmen in Lausanne – Aarau stoppt Negativserie mit kämpferischem 3:1-Sieg

von Noah Furrer
Nach einer hartnäckigen Durststrecke und mehreren verlorenen Spielen war der Druck für Aarau in Lausanne spürbar. Umso wichtiger war dieser Sieg, der endlich wieder Aufwind und Selbstvertrauen bringt.
Satz 1
Aarau startete konzentriert und mit deutlich weniger Eigenfehlern als zuletzt. Ruben und Yves Roth setzten mit starken Services die Lausanner Annahme früh unter Druck. Der konsequente Auftritt wurde mit einem verdienten Satzgewinn belohnt – 25:18 für Aarau.
Satz 2
Ein optimaler Start brachte Aarau schnell mit 11:5 in Führung, erneut dank souveräner Aufschläge von Yves Roth und Ruben sowie einem effizienten Side-out der Aarauer, das in den letzten Spielen gefehlt hatte. Danach folgte kurzzeitig ein Loch: einige Unsicherheiten im Angriff liessen Lausanne auf 11:8 herankommen. Doch Aarau fing sich wieder, blieb stets zwei Punkte vorne und bewies Nervenstärke in der Schlussphase. Beim Satzball für Aarau entwickelte sich eine nervenaufreibende lange Rallye, in der sich keiner zu attackieren traute. Schliesslich war es David, unser Juniorjuwel, der nach einem taktischen Wechsel und einem präzisen Pass auf Dia mit grosser Nervenstärke den entscheidenden Punkt zum 25:23 erzielte.
Satz 3
Der dritte Satz verlief weniger glücklich. Trotz guten Services von Ruben geriet Aarau schnell mit 7:3 in Rückstand. Der Coach blieb zunächst dem Spielaufbau treu, nahm zwei Timeouts, doch Lausanne blieb vorne. Erst bei 15:20 brachte die Einwechslung von Simon Leffler frischen Wind, doch es reichte nicht mehr für ein Comeback. Ein kurioser Moment: Beim Stand von 18:22 schlug Samuel Tanner beim Aufschlag einen regelrechten „Homerun", der beinahe die Hallendecke traf und schliesslich auf der Anzeigetafel an der Rückwand landete – ein seltener Anblick! Nach Rückenproblemen musste Tobias Moser pausieren, Luk übernahm fortan als Setter. Der Satz endete 18:25 für Lausanne.
Satz 4
Beide Teams starteten auf Augenhöhe (5:5). Samuel Tanner fand mit starkem Topspin-Aufschlag wieder zu alter Stärke, Aarau zeigte solide Defense und zog auf 5:8 davon. Simon Leffler punktete wiederholt auch aus schwierigen Situationen, unterstützt von Yves Roth, der mit präzisen Angriffen Akzente setzte. Nach zwei Eigenfehlern wurde Tanner durch Lorenz Eichhorn ersetzt – ein Wechsel, der Wirkung zeigte. Aarau fand den Rhythmus zurück, dominierte die Endphase und sicherte sich mit 25:19 den vierten Satz und damit den erlösenden Sieg.
Ein ganz wichtiger Dreier für Aarau, der nach der Negativserie Kräfte freisetzt und neues Selbstvertrauen gibt. Mit nun drei Punkten im Gepäck und sichtbarem Aufwärtstrend blickt das Team optimistisch auf das Heimspiel gegen Onex.
Let's go Eagles – fly high!

