Der Match-Marathon vom Frauen 5

von Jessica Büchi
Vier Spiele in sieben Tagen – ein Match-Marathon, der uns körperlich und mental alles abverlangt hat. Ein souveräner Sieg, eine starke Leistung im Cup-Achtelfinal und zwei enttäuschende Niederlagen haben uns gezeigt, dass wir gegen starke Gegnerinnen unsere Leistung zwar abrufen können, uns aber die Konstanz fehlt. Die Belastung war hoch, unsere Stimmung schwankte, und die Punkteausbeute blieb mager. Hier ist unser Rückblick auf eine Woche voller Jubel, Kampfgeist und dem verzweifelten Blick auf die Punktetafel:
Souveräner Sonntag
Olten, 10. Januar, 13:45 Uhr
Ergebnis: 3:0 (25:17, 25:22, 25:9)
Als Auftakt unseres Marathons empfingen wir Olten in unserer Halle und dominierten das Spiel von Anfang an. Obwohl uns Olten mehr Gegenwehr bot als noch in der Vorrunde, blieben wir cool und zeigten, dass wir das Spiel fest im Griff hatten. Unsere Angriffe waren präzise, unsere Abwehr solide, und die Stimmung in der Halle heiter. Wir nutzten die Gelegenheit, um im Training Geübtes auszuprobieren. Im dritten Satz zündeten wir den Turbo und schickten die Gegnerinnen mit einem klaren 25:9 nach Hause. Das Publikum war begeistert, wir waren euphorisch – und unser Marathon hätte nicht besser beginnen können.
Mutiger Mittwoch
Seetal, 14. Januar, 21:00 Uhr
Ergebnis: 0:3 (12:25, 19:25, 17:25)
Am Mittwochabend stand der Cup-Achtelfinal gegen Seetal an – ein vorneplatziertes Team aus der 2. Liga: für uns der Goliath. Doch die Euphorie aus dem letzten Sieg und die Underdog-Rolle weckte unseren Kampfgeist. Wir wussten, dass wir uns heute fokussieren und Höchstleistungen erbringen mussten, um mithalten zu können. Unser Willen, den Ball nicht auf den Boden fallen zu lassen, hat die Gegnerinnen ordentlich ins Schwitzen gebracht und mit so viel Gegenwehr hätten sie wohl nicht gerechnet. Leider reichte es am Ende nicht für einen Satzgewinn, aber wir konnten dennoch zufrieden mit unserer Leistung aus der Halle gehen.
Donnerstag-Dämpfer
Kanti Baden, 15. Januar, 18:00 Uhr
Ergebnis: 1:3 (25:21, 20:25, 19:25, 26:28)
Weniger als 24 Stunden nach dem Cupspiel standen wir wieder in der Halle – mit müden Beinen aber frischem Kampfgeist. Und tatsächlich, im ersten Satz haben wir Kanti Baden gezeigt, wie wir gestern gespielt haben. Mit einem 25:21-Sieg gingen wir in Führung und hatten das Gefühl: Das wird unser Spiel. Doch dann passierte es. Die Konzentration liess nach, die Gegnerinnen nutzten unsere Schwächen aus und wir überliessen ihnen zwei Sätze. Im letzten Satz haben wir nochmals all unsere Kräfte gesammelt und wir kämpften wie Löwinnen, doch am Ende mussten wir uns mit 26:28 geschlagen geben. Es war eine bittere Niederlage, schien der Sieg immer wieder in Reichweite. Nachdem wir am Vortag eine Topperformance abgeliefert hatten, war es ein echter Dämpfer, dass es uns gegen Kanti Baden nicht wieder gelungen ist.
Sauenttäuschender Samstag
Möhlin, 17. Januar, 15:30 Uhr
Ergebnis: 1:3 (27:25, 23:25, 17:25, 16:25)
Am Samstag ging es dann nach Möhlin. So kalt wie die Holz-Halle der Primarschule Obermatt wurde bald auch unsere Stimmung auf dem Feld. Obwohl wir den ersten Satz mit einem knappen 27:25 für uns entscheiden konnten, schlichen sich danach immer mehr Eigenfehler ein und die Gegnerinnen forderten uns mit einer stabilen Defence heraus. Sie nutzten jede Gelegenheit und drehten das Spiel zu ihren Gunsten. Wir kämpften, aber die Beine wollten nicht mehr, die Arme wurden schwer, und das Glück verliess uns auch. Am Ende mussten wir uns mit 1:3 geschlagen geben und den Marathon mit einer weiteren Enttäuschung beenden.
So nehmen wir das Fazit nun mit Fassung (und viel Magnesium) hin und richten unseren Blick optimistisch nach vorne. Man kann nur erahnen, zu was wir mit vernünftigen Regenerationszeiten in dieser Rückrunde noch fähig sind!
