Doppelt hält…besser?

von Leila Sljivar

16.2.2020 gegen Mutschellen, 17.2.2020 gegen Seetal

 

Das Damen 2 hatte dieses Wochenende ein «Doppelwochenende» – sehr skandalös. Was dem Ganzen nochmals eine Prise «Skandalösität» hinzufügt, ist, dass es sich nicht nur um einen, nein, sondern auch noch um ZWEI schwierige Spiele handelte. Wer jetzt schon dachte «Oh nei, das esch natürli blöd», der sollte sich nochmals anschnallen: Beide Spiele waren sogar auswärts. Jetzt hofft man natürlich auf ein Happy End für das Damen 2, aber ob es eins geben wird, das werden wir noch sehen… (bzw. lesen).

Das erste Spiel am Sonntag war gegen Mutschellen. Es lag schon etwas Rivalität in der Luft, aber dass diese im Verlauf des Spiels noch explodieren sollte, war niemandem bewusst.
Sehr schleppend verlief der erste Satz, da der Punktestand stets mehr oder weniger ausgeglichen war. Beide Mannschaften kämpften verbittert um jeden Punkt. Dieses Kämpfen artete dann soweit aus, dass das Volleyballfeld eher einem Kriegsfeld glich. Leider reichten die Bemühungen der Aarauerinnen knapp nicht, um den Satz für sich zu gewinnen. Resultat: 22:25.

Beim Seitenwechsel wurden dann ein paar böse Blicke mit den «Mutschi»-Frauen gewechselt. Währenddessen sammelte sich langsam eine Gruppe männlicher Mutschi-Spieler um das Feld, welche während des restlichen Spiels immer wieder rumkreischten und anstachelten. Äusserst charmant und sympathisch. Ähnlich herrschte, wie im vorherigen Satz schon, immer noch Krieg auf dem Feld. Aber in diesem Satz wurde dann auch noch verbal gekriegt. Als Fabienne, Libera, versuchte, einen Ball während eines Falls mit ihrem Fuss zu retten, flog dieser unter der Netzkante durch zur anderen Feldseite. Der Ball traf dann eine Gegnerin, welche dann auch noch zu Fall ging. (Bis heute ist es ein Mysterium wie ein Ball von so schwacher Kraft eine erwachsene Frau zu Boden bringen kann, aber vielleicht haben die Regeln der Physik in diesem Moment ja einfach aufgehört zu wirken? Naja.) Nach dem tragischen Sturz beharrte eine der Gegnerinnen auf Karte und war ein bisschen am «hässele», bis der Schiri sie dann zu sich rief. Nach kurzem Aufruhr wurde dann auch wieder weitergespielt und die Aarauerinnen entschieden diesen Satz für sich. Endresultat: 25:21.

Beim dritten Satz waren jetzt beide Teams auf 180. Es war ein richtiges Gemetzel; Schlag um Schlag und Punkt um Punkt. Die charmanten Fans hatten eine gewisse Kreativität entwickelt: Sie riefen jetzt immer wieder «GRATIS», wenn eine Aarauerin angriff. Leider war das ein Griff ins Klo der Charmeure. Irgendwann war es zu viel des «Guten». Als dann einmal ein Angriff von Noelle gratis sein sollte, erzielte sie einen sauberen, direkten Punkt – da wurde dann ganz blöd geschaut, vor allem als sich der Trainer und zwei Spielerinnen an diese wendeten und ihnen «mega gratis gsi, gäll» zu riefen. Da war es plötzlich ruhig und peinlich berührt auf den billigen Plätzen.
Das Ende des Satzes war Nervenkitzeln pur. Zuerst war Aarau nahe am Sieg, dann war Mutschellen nahe dran. Doch es ging noch gut aus – Nummer 12 machte ihrer Position «Mittelblock» Namen und blockte den letzten, gegnerischen Angriff in der Mitte. Endresultat: 27:25.

Der gefürchtete vierte Satz. Zu anfangs machten die Eagles die ersten Punkte und waren voraus. Doch das kippte dann plötzlich und irgendwie verlief der restliche Satz komisch. Hektik breitete sich aus und der Satz wurde dummerweise abgegeben. Endresultat: 19:25.

Leider gab es keinen, glorreichen Endspurt im letzten Satz. Viele Punkte wurden verschenkt und der Satz auch. Endresultat: 11:15.

 

Aber vielleicht sollte das Glück ja am nächsten Tag auf der Aarauer Seite sein?

Mit Rest-Müdigkeit traf das Damen 2 in die Seetaler Halle ein – der Match vom vorherigen Tag lag noch schwer in den Gliedern der Aarauerinnen, was leider auch während des Spiels zu spüren war.
(Und da ich leider noch immer müde bin, werde ich die Zusammenfassung kurz fassen)

Seetal gewann 3:1. Alles in allem war es ein gutes Spiel mit hohem, volleyballischen Niveau. Die Endresultate der jeweiligen Sätze waren anfänglich knapp. Doch irgendwann holte die Müdigkeit die Eagles ein und diese konnten dann wiederum ihre Gegner leider nicht mehr einholen.
Resultate: 25:22, 24:26, 25:17, 25:20

 

Fazit: Zwei anspruchsvolle Spiele nacheinander sind nicht allzu vorteilhaft, doppelt hält in solchen Fällen leider doch nicht besser.