|
Mit einem Sieg in die Rückrunde zu starten, was für ein Feeling! Nach den Ferien und mit nur 2 Trainings gingen wir in den Match. Mellingen-Rohrdorf hiess unser Gegner und da wir im letzten Jahr schon mal gegen Mellingen-Rohrdorf spielten hatten wir die Vermutung, dass es nicht ein einfacher Gegner sein wird, wenn wir uns aber mit Eigenfehlern zurückhielten war er schlagbar. Beim Einspielen bemerkten wir dann aber, dass es gar nicht dieselbe Mannschaft war und deshalb packte uns der Ehrgeiz umso mehr, denn alles war möglich! Der Einstieg ins Spiel scheiterte jedoch kläglich. Schon ab dem ersten Ball schenkten wir Mellingen-Rohrdorf wirklich doofe Punkte. Die Bälle flogen uns direkt vor die Füsse, mehr als eine Spielerin ging auf den Ball aber niemand nahm ihn, wir schlugen die Bälle ins Netz, etc.. Also wirklich alles Eigenfehler. Wir mussten aufwachen, denn so durfte es nicht weitergehen. Gute und clevere Spielzüge brachten uns dann doch noch ein paar Punkte, trotzdem wurde unser schlechter Start durch den ersten Satzsieg von Mellingen-Rohrdorf (20:25) bestraft. Im zweiten Satz waren wir von Anfang an den Bällen. Da Mellingen-Rohrdorf relativ einfache und nicht allzu viel geschlagene Bälle spielte, verteidigten wir sehr viele von denen und kriegten auf unserer Seite einen guten Aufbau hin, der uns Punkte einbrachte. Schlechte Abnahmen, die weitere Spielzüge vermieden, blieben aber nicht aus. Es gab Phasen da konnten wir recht viele starke Services in Serie spielen. Das führte auch zum erfreulichen Resultat von 19:25 für Aarau. Der dritte und vierte Satz spielten sich ähnlich ab. Gute Bälle Aarau- gute Bälle Mellingen-Rohrdorf. Konstanz war in diesem Spiel massgebend. Je mehr es dem Ende zu ging, wurde Mellingen-Rohrdorf schwächer und Aarau dafür stärker. Dies zeigen auch die Satzendresultate 18:25 & 13:25. Wir sind froh über diesen Sieg, denn dank diesem sind wir jetzt auf dem fünften Rang in der Tabelle. :)

|
|
|
BTV Aarau - VBC Windisch
0:3 für Windisch 25:21, 18:25, 25:21, 26:24
Den ersten Satz verbrachte ich auf der Zuschauerbank und habe mit einer unbedachten Bemerkung wohl den Ausschlag gegeben für das weitere Szenerio.
Der erste Satz war nämlich ganz einfach zu schön. So richtiges Bilderbuchvolleyball: Anschlag, Abnahme, immer schön über drei, Angriff, wieder Abnahme, Aufbau etc…Mal ein Punkt für uns, dann wieder für die Gegner, einfach schön und gähn…. Wo bitte soll ich da Stoff für einen spannenden Bericht hernehmen? Für die Gewinnpunkte mag es wohl super sein, aber versetzt euch mal in die Rolle des Schreiberlings. Da braucht es etwas mehr Action, Drama und Unvorhergesehenes. ¨
Kaum gesagt gings in die zweite Runde. Oh, welch ein Graus. Wir wurden wortwörtlich abserviert (daher stammt wohl der Ausdruck). Wir konnten machen was wir wollten, retteten Bälle und manövrierten uns durch aussichtslose Situationen, um zum Schluss wieder punktlos dazu stehen. Es erging uns wirklich dreckig. Jubel, als es endlich zur Rotation kam, weg von der verhexten Position (bei manchen sind schon zarte Wurzeln durch die Turnschuhe in den Hallenboden gewachsen). Gerade rechtzeitig vor der definitiven Verwurzelung gelangen der Befreiungsschlag und eine kleine Aufholjagd. Zum Satzsieg hat es nicht mehr gereicht, da halfen auch alle Auswechselmanöver nichts. Eines haben wir aber dabei gelernt: Immer schön am Spielrand stehen bleiben, bis der Schreiber die Nummern vom T-Shirt abgeschrieben hat., dann erst gehen.
An dieser Stelle wäre mein Actionbedarf für den Bericht bereits gedeckt gewesen, aber die Misere liess sich nicht mehr bremsen. Sorry, das nächste Mal schreibe ich auch gerne mal einen richtig langweiligen Bericht.
Der dritte Satz sieht im Endresultat vor allem deshalb so gut aus, weil Kiki heute unglaublich gut drauf war und alle schönen Pässe im gegnerischen Feld versenkt hat. Leider hatten wir immer wieder hartnäckige Anschlägerinnen auf der Gegenseite, der Sichtblock war auch sehr wirksam und zudem blöckten (Windisch Punkte, Windisch Punkte), pardon blockten sie verboten viel und gut.
Aber so richtig auf die Rechnung von wegen Spannung und so, kamen wir erst im vierten Satz. Wir verteidigten unseren Satz löwenhaft, kämpften um jeden Punkt, holten zum Gleichstand auf, hinkten wieder einen Punkt hinterher und im entscheidenden Moment konnten wir nicht Paroli bieten und mussten uns geschlagen geben. Krimi pur!
Was solls, besser spannend verloren, als langweilig gewonnen. A ganar!
|
|
Das Derby gegen den BSC ist jedes Jahr das Highlight der Saison. Topmotiviert und dem Ziel zu gewinnen gingen wir ins Spiel. Dass wir von Anfang an Vollgas geben mussten war klar, denn unsere ‚Stadtrivalen‘ hatten dasselbe Ziel wie wir. Die ersten beiden Punkte überliessen wir den Gegnern. Dann jedoch tauten wir auf und erzielten Punkt um Punkt indem wir vor allem in ihre Löcher spielten und auch gute Angriffe hatten. Einige Eigenfehler unsererseits sowie auch clevere Spielzüge des BSC brachten ihnen Punkte. Sonst war der Satz aber klar entschieden. 13:25 gewannen wir. Im zweiten Satz ging es ähnlich weiter. Ein wirklich gutes Spiel auch zum Zuschauen war im Gange. Erst im dritten Satz liessen wir ein bisschen nach. Viele schlechte Phasen für uns und viele gute für den BSC schlichen sich ein. Ich denke der Faktor Müdigkeit durch das tropische Klima in der Halle sowie das ‚Auftauen‘ des BSCs führten dazu. Einen zu grossen Vorsprung holten sie heraus und so überliessen wir den 3.Satz knapp dem BSC. Im vierten Satz war das Spiel ausgeglichen, der BSC verteidigte Bälle, welche er in den vorherigen Sätzen nicht hatte. Unsere Nerven erreichten das Maximum und als der entscheidende 26igste Punkt gespielt wurde, war das eine extreme Erleichterung für jede von uns. Wir sind stolz, dass wir den ersten Saison-Sieg gegen den BSC holten.
|
|
Schon vom ersten Ball an waren die Spielerinnen von Seengen 100% präsent, der BTV Aarau hingegen leider nicht. Die Abnahmen flogen nach links, nach rechts, nur nicht zur Passeuse. Auch zu viele Servicefehler trugen dem Rückstand bei. Nach einem Time-Out von Aarau war eine kleine Steigerung ersichtlich, jedoch eine zu kleine um den Satz noch für sich zu entscheiden können. Es stand 5:25. Im zweiten Satz ging es ähnlich weiter. Die schwache Steigerung von Aarau war weiterhin da, von Seengen aber trotzdem noch überlegen. Sie spielten gute Angriffsbälle und setzten die Bälle oft in unsere Löcher. Bei Aarau gab es leider nur wenige Angriffsmöglichkeiten, da die Pässe ausgelöst von der Abnahme nicht optimal kamen. Erst im dritten Satz schienen die Aarauer richtig aufgewacht zu sein. Denn plötzlich änderte sich die Spielsituation und der BTV lag für eine kurz Zeit eins, zwei Punkte vorne, was wir den besseren Abnahmen und den zum Teil unerwarteten herübergespielten Bällen zu verdanken hatten. Ein paar doofe Fehler vermasselten jedoch dann den Satzgewinn und Seengen schlug uns in drei Sätzen mit 5:25, 8:25 und 22:25.
|
|
3:0 für Leibstadt
So abgelegen ist Leibstadt dann doch nicht. Wir waren auf jeden Fall schneller da, als das Navi meinte und sammelten uns geistig auf die bevorstehende Herausforderung. Da wir an akutem Spielrinnenmangel litten, musste Barbara in die Hosen steigen und hat dafür ihren Mann Marcel als Coach mitgebracht.
Ermüdet von der langen Anfahrt, geblendet durch die grellgrünen, frischgebügelten gegnerischen T-Shirts (die bügeln ihre Shirts tatsächlich immer!) starteten wir in den Kampf. Mit viel Geduld brachte uns Marcel bis Ende dritten Satz soweit, dass wir gut verteidigten und langsam begriffen, was es heisst “Lest das Spiel!“ Das hat nämlich gar nichts damit zu tun, gemütlich in einem Buch zu schmökern, eher sowas wie Fährten lesen bei den Indianern.
Für richtig schlagkräftige Angriffe reichte es nicht ganz. Vielleicht lag es auch noch daran, dass wir bei einem Time-Out die Botschaft von Marcel falsch interpretierten und genau das Gegenteil machten, nämlich in die Mitte spielten, anstatt in die Ecken. Nach Evas Aha-Erlebnis schaffte sie es auf jeden Fall postwendend den Ball Longline zu versenken.
Ich hat wiederum den Mittespieler-Joker gezogen, dies mangels Alternativen. 20 cm längere Beine und Arme wären auf dieser Position schon ganz nützlich. Durch meinen Pseudoblock konnte aber auch gar niemand abgeschreckt werden. Immerhin wusste ich ungefähr wo stehen, so dass die restlichen Spielerinnen nicht behindert wurden.
Was auch mal erwähnt werden muss, der Schiedsrichter war richtig gut und sich nicht zu schade auch auf unserem Niveau das Beste zu geben. Aber das Lachen konnte auch er sich nicht verkneifen, nach meiner filmreifen Vollbremse am hinteren Linienrand. Ich sprintete einem Ball hinter her, den ich unbedingt retten wollte. Im letzten Augenblick die Erkenntnis, dass der Ball ins Aus fliegt. Da half nur noch ein spontaner Rückwärtsfall aufs Hinterteil. Muss ziemlich slapstickmässig ausgesehen haben. Die Masse war erheitert, mein Steissbein liess noch lange grüssen.
Die nächste Chance liegt vor Tür, lassen wir sie herein!
A ganar!
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>
|
|
JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL |